Privat- und Kassenpraxis für Burnout und Paartherapie

Dr. Guido Kurtz

Formen und Methoden der Therapie

Formen ("Settings"):

>> Einzeltherapie

>> Paartherapie

>> Gruppentherapie

>> Kinder- und Jugendtherapie

Methodische Ausrichtungen ("Schulen"):

>> Verhaltenstherapie

>> Tiefenpsychologie

Einzeltherapie

Die Einzeltherapie, die es sowohl für Erwachsene als auch für Kinder und Jugendliche gibt, ist die häufigste Therapieform. Gemeinsam arbeiten Therapeut und Patient an den individuellen Problemen und deren Bewältigung.

In der Einzeltherapie ist es sehr wichtig, dass die „Chemie“ zwischen Patient und Therapeut stimmt. Nur so entsteht eine gute belastungsfähige therapeutische Beziehung, die die Voraussetzung für Erfolge in der therapeutischen Arbeit ist. In dieser Arbeit kommen die Methoden der Verhaltenstherapie oder/und der Tiefenpsychologie zum Einsatz. Um eine gute Passung zwischen Patient und Therapeut zu gewährleisten, wird vor der Therapie eine Probe-Therapie (Probatorik) durchgeführt.

Sitzungen finden in der Regel einmal pro Woche statt, aber auch zweimal wöchentlich oder einmal 14-tägig sind in Abhängigkeit vom therapeutischen Prozess möglich.

Paartherapie

Eine Paartherapie ist eines der möglichen Ergebnisse einer Paarberatung: In der Paarberatung hat sich herausgestellt, dass es in der Paarbeziehung grundsätzliche Probleme gibt, die nur mit einer Therapie überwunden werden können.

In jeder längeren Beziehung spielen sich bestimmte Interaktionsmuster ein, die sich durch wechselseitige Verstärkung verfestigen. Bei Paarbeziehungen handelt es sich häufig um die wichtigsten Beziehungen in unserem Leben. Gemäß des Satzes der Gestalttheorie: "Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile", geht die Paartherapie davon aus, dass nicht der Einzelne "krank", sondern das Gemeinsame "gestört" ist. Sie fasst die "Störung" nicht als individuelles Problem auf, sondern als Symptom ungünstiger Interaktionen innerhalb von Paarbeziehungen. Dementsprechend liegt der Fokus in der Paartherapie z. B. auf der Kommunikation innerhalb der Zweierbeziehung, andere Themen sind „Einander verzeihen können“ oder „Einander mehr Aufmerksamkeit geben“.

Ziel der Paartherapie ist es, die Problem verursachenden Interaktionsmuster und deren zugrundeliegenden Motive zu erkennen und zu verändern. Dabei nimmt der Therapeut nicht Partei für einen der Partner, sondern erarbeitet mit ihnen als „neutraler Dritter“ eine Lösung, die beide akzeptieren.

Anlässe für eine Paartherapie können z. B. sein:

Gruppentherapie

Die Zugehörigkeit zu einer Gruppe sowohl im familiären als auch im beruflichen Bereich gehört zum menschlichen Leben. Daher hängt unser Wohlbefinden stark davon ab, wie es uns gelingt, uns in Gemeinschaften einzufügen und diese mitzugestalten. Gruppentherapie nutzt dies, um dem Einzelnen zu helfen. So dient die Therapiegruppe als Erfahrungsfeld, um unter geschützten Bedingungen zwischenmenschliche Fähigkeiten zu erlernen oder zu verändern. Durch Feedback der anderen Teilnehmer, durch das Modell, dass die Anderen für ähnliche Probleme und deren Lösung abgeben, und nicht zuletzt durch wechselseitige Unterstützung fördert Gruppentherapie die persönliche Entwicklung.

Neben der allgemeinen Gruppentherapie bieten wir auch spezifische Gruppenangebote an, wie z. B. das Soziale Kompetenztraining (SKT): Patienten berichten immer wieder von Schwierigkeiten, im sozialen Kontakt ihre eigenen Bedürfnisse einzubringen und zu befriedigen. Das Soziale Kompetenztraining dient dem Abbau der Angst vor Bloßstellung und Zurückweisung. Vermittelt und geübt werden soziale Fähigkeiten, wie z. B. das Äußern von Wünschen, Bitten und Forderungen, das Durchsetzen berechtigter Ansprüche, Nein zu sagen ohne Schuldgefühle, Kritik zu üben und zu erhalten, oder sich öffentlichen Blicken auszusetzen und Fehler zu erlauben ohne Schamgefühle. In Rollenspielen werden konkrete Erlebens- und Verhaltensstrategien für die in der Vergangenheit als schwierig erfahrenen Situationen gemeinsam in der Gruppe erarbeitet und erprobt.

Wir bieten Gruppentherapie als alleinige Behandlungsform sowie als Ergänzung im Rahmen einer Einzeltherapie an, sowohl für Kleingruppen (2-4 Teilnehmer) als auch für Großgruppen (ab 5-8 Teilnehmer).

Kinder- und Jugendtherapie

Die Probleme von Kindern und Jugendlichen sind eng mit bestimmten Etappen ihrer Entwicklung verbunden. So gelten z. B. bestimmte Auffälligkeiten als altersbedingt und erst ab einem bestimmten Alter als problematisch, andere treten hauptsächlich an den Übergängen auf, wenn sich das Kind oder der Jugendliche mit neuen Erwartungen und Anforderungen konfrontiert sieht. Je jünger der Patient ist, desto weniger kann er seine Erfahrungs- und Erlebniswelt im Gespräch mitteilen, weshalb nichtsprachliche Mittel, wie Spiele in der Therapie einen großen Raum einnehmen. Zudem unterscheidet sich die Kinder- und Jugendtherapie von der Erwachsenentherapie durch das Einbinden der wichtigsten Bezugspersonen – neben dem regelmäßigen Kontakt mit den Eltern werden mitunter auch Erzieher oder Lehrer einbezogen. Ziel ist nicht nur, die Auffälligkeit des Kindes oder Jugendlichen zu verringern, sondern die Bedingungen seiner Entwicklung direkt im Alltag zu verbessern.

Wir bieten Kinder- und Jugendtherapie als Einzeltherapie an. Um die speziellen Anforderungen dieser Therapie optimal methodisch unterstützen zu können, haben wir in unserer Praxis eine Kindertherapie-Ecke eingerichtet.

Verhaltenstherapie

Die Verhaltenstherapie hat sich aus der Lerntheorie innerhalb der wissenschaftlichen Psychologie an der Universität entwickelt. Sie geht davon aus, dass jedes Verhalten erlernt und aufrecht erhalten wird. Folglich kann es auch wieder "verlernt" werden. Mit Verhalten ist nicht nur das sichtbare Verhalten gemeint, sondern alles, was im Zusammenhang mit Handeln, Denken und Fühlen menschliches Erleben ausmacht.

Seelische Probleme sind danach die Folge früh erlernter Denk- und Verhaltensmuster, die im aktuellen Leben nicht mehr angemessen sind, aber wieder abgerufen werden – oft durch belastende Erlebnisse und Umstände. Dementsprechend liegt der Fokus der Verhaltenstherapie auf dem In-Gang-Setzen neuer Lernprozesse: So lernt der Patient im Laufe der Therapie krankmachende Denk- und Verhaltensgewohnheiten zu verstehen und durch angemessenere Bewältigungsmuster zu ersetzen, die im geschützten Rahmen ausprobiert und eingeübt werden. Die Verhaltenstherapie zielt auf die konkrete Veränderung bei Problemen. Sie fördert die Ressourcen und Kompetenzen der Patienten, Ziel ist es, Hilfe zur Selbsthilfe zu geben, so dass der Patient langfristig seine Probleme selbst bewältigen kann.

Wir bieten Verhaltenstherapie als Einzeltherapie und Gruppentherapie für Erwachsende und als Einzeltherapie für Kinder- und Jugendliche an.

Tiefenpsychologie

Die tiefenpsychologisch fundierte Therapie leitet sich methodisch aus der Psychoanalyse ab. Mit dieser teilt sie die Grundannahme, dass unbewusste, innere Konflikte unserer Fühlen, Denken und Handeln beeinflussen. Danach lassen sich die Beschwerden, die jemand zur Aufnahme einer Psychotherapie veranlassen, nicht allein aus Belastungen in der Gegenwart erklären, vielmehr aktualisieren sich in ihnen Erlebnisse aus der Vergangenheit: Das "Hier & Jetzt" wird durch das "Dort & Damals" ehemaliger Erfahrungen mitbestimmt. Dementsprechend liegt der Fokus der tiefenpsychologisch fundierten Therapie auf der Bearbeitung unbewusster, innerer Konflikte und ihrer biografischen Entwicklung. Um die Symptome zu mindern, werden Bezüge zwischen den aktuellen Beschwerden und der individuellen Lebensgeschichte hergestellt. Im Vordergrund steht eher das gemeinsam erarbeitete Verständnis der Problematik als konkrete Hinweise zur Problemlösung seitens des Therapeuten.

Zwar richtet sich der Blick, wie in der Psychoanalyse von der Gegenwart zurück in die Vergangenheit, allerdings zielt die tiefenpsychologisch fundierte Therapie nicht auf die Aufarbeitung der gesamten Lebensgeschichte. Vielmehr liegt der Fokus auf der Klärung von Schwierigkeiten, die in der aktuellen Lebenssituation auftreten. Auch in der Umsetzung folgt die Tiefenpsychologie nicht der klassischen Psychoanalyse: Patient und Therapeut sitzen sich gegenüber, der Patient liegt nicht auf der Couch.

Wir bieten tiefenpsychologischer fundierter Verfahren als Einzeltherapie für Erwachsende und Kinder- und Jugendliche an.