Privat- und Kassenpraxis für Burnout und Paartherapie

Dr. Guido Kurtz

Berufliches Coaching

Wie eine Beratung bietet auch Coaching bei der Bewältigung von beruflichen und persönlichen Themen professionelle Unterstützung mit dem Ziel, bei der Lösung aktueller Probleme zu helfen und der Entstehung neuer vorzubeugen. Beim beruflichen Coaching steht die Arbeitswelt im Vordergrund. Der Wunsch nach Reflexions- und Entwicklungshilfe in der beruflichen Situation ist oft der Grund, warum sich jemand in ein Coaching begibt. Aber auch kollektive Konflikte und Krisen in Unternehmen, beispielsweise bedingt durch unternehmenspolitische Veränderungen oder organisatorische Umstrukturierungen können Anlass für ein Coaching sein (Firmencoaching).

Begleitet wird ein Prozess, der eine berufliche Weiterentwicklung zur Folge haben soll. Es stehen professionelle und nicht persönliche Fragen im Vordergrund.

Berufliches Coaching kann sinnvoll sein bei:

Privates Coaching

Wie eine Beratung hilft auch das Coaching bei der Bewältigung und Lösung privater Probleme und der Entstehung neuer vorzubeugen. Das private Coaching geht aber über die kurzfristige Veränderung äußerer Strukturen hinaus, es handelt sich um eine längerfristige Begleitung in einem Entwicklungsprozess. Dies ist ganz ähnlich wie in der Psychotherapie, es unterscheiden sich jedoch die Inhalte: Während es in der Therapie um die persönliche Entwicklung geht, konzentriert sich das private Coaching auf die Veränderung von Bedingungen und Umständen.

Burnout

„Ich hatte nie gedacht, dass ich 'mal so werden könnte, wie die säuerlichen, alten Kollegen, die den Unterricht einfach nur so 'runter beten. Aber inzwischen kann ich nicht mehr, habe mein Engagement verloren. Der einzige Zweck des Unterrichts sind nun 'mal die Zeugnisse.“

Burnout ist ein Syndrom, das für berufliche Entmutigung steht. Zuerst wurde es in sozialen Berufen, wie bei Lehrern, Sozialarbeitern oder Krankenschwestern beschrieben. Heute weiß man, dass es Burnout in vielen beruflichen Bereichen gibt.

Der Begriff Burnout meint Ausbrennen, d. h. die Betroffenen haben weniger Energie zur Verfügung, als für die Bewältigung ihrer Aufgaben nötig ist. Dieses Ungleichgewicht führt zu einem chronischen Syndrom, wenn kein „Brennstoff“ nachgelegt werden kann. Es fehlt an Energie, die Energiebilanz ist negativ.

Es kommt zu typischen Beschwerden, wie geistiger, emotionaler und körperlicher Erschöpfung sowie einer verringerten Leistungszufriedenheit. Nichts geht mehr leicht von der Hand, alles wird zu viel.

Beschrieben wird ein Prozess mit verschiedenen Phasen:

In der Anfangsphase ist eine leichte Erschöpfung spürbar, die sich z. B. in chronischer Müdigkeit äußert. Man gibt mehr, als man geben kann.

In der zweiten Phase kommt es zum reduzierten Engagement für Arbeit, Kunden und Alltag. Die Betroffenen beklagen den Verlust positiver Gefühle und des Interesses an Anderen.

Charakteristisch für die dritte Phase sind negative emotionale Reaktionen, wie Depressivität, Schuldgefühle und Reizbarkeit. Es kann zu sozialen Konflikten kommen.

In der vierten Phase baut die Leistungsfähigkeit, Motivation, Kreativität und das differenzierte Denken ab. Anschließend verflacht das emotionale und soziale Leben.

Typisch für die fünfte Phase sind psychosomatische Reaktionen, wie Schlafstörungen, Rückenbeschwerden, Kopfschmerzen, Immunsuppression, Bluthochdruck, Magen-Darmbeschwerden, Alkoholmissbrauch u. ä.

In der letzten Phase überwiegen negative Einstellungen zum Leben, Hoffnungslosigkeit und Sinnlosigkeit, also die Symptome einer mittelschweren Depression.

Als Ursachen von Burnout werden sowohl umweltbedingte als auch persönliche Faktoren diskutiert: In der Umwelt sind Organisationsstrukturen und das soziale Klima wichtig. Beim Betroffenen selbst werden enttäuschte Rollenerwartungen, inadäquate Bewältigungsstrategien oder eine schlechte Bedürfnisregulation genannt.

Zum Umgang mit Burnout werden psychotherapeutische Gespräche empfohlen. Diese Methode ist sehr effektiv und führt häufig schnell zu großen Erfolgen in der Bewältigung von Burnout-Syndromen.